Projekte

Hallo,

Agnieszka Wadolowska
Agnieszka Wadolowska

Hier bin ich, eure COMENIUS-Assistentin, Agnieszka. Ich schreibe heute für euch zum letzten Mal. Am Dienstag, 28.06. 2011 habe ich meine letzten beiden Unterrichtsstunden und danach fahre ich erst nach Polen und dann wieder zurück nach Großbritannien. Ich will kurz schreiben, um mich zu verabschieden und mich bei euch bedanken.

Zuerst möchte ich sagen, dass ich mich sehr freue, dass alle meine DJ Schüler das Abi so gut geschafft haben. Es war Spaß mit euch zu arbeiten. Das Niveau von Englisch ist bei euch unglaublich hoch und ich hoffe, dass meine Ratschläge und Hilfe für euch nützlich waren. Außerdem wünsche ich euch viel Erfolg und eine richtige Wahl für die Zukunft!

Zweitens wollte ich allen jüngeren Schüler aus den 6., 9. und 10. Klassen, die ich gelehrt habe, sagen, dass jede Stunde, die ich mit euch verbracht habe, mich etwas Neues gelehrt hat. Ich weiß jetzt viel besser, was ihr interessant findet und wie ich mit euch sprechen soll, so dass ihr an der Diskussion teilnehmen wollt. Ich bin keine Lehrerin und ich habe keine Pädagogik gemacht, aber ich hoffe, dass ich euch durch die Versuch-und-Irrtum-Methode geholfen habe und ein bisschen von meinen Sprachkenntnissen und Erfahrungen an euch weitergeben konnte. Ich selbst habe Englisch auch in der Schule gelernt, es ist keine Muttersprache für mich und ich wei ß genau, wie schwer und ärgerlich es manchmal ist. Aber gebt bitte nicht auf! Wenn ICH es geschafft habe, könnt ihr es auch!

Letztens, aber nicht zuletzt, will ich mich bei allen Kollegen bedanken. Die, mit denen ich gearbeitet habe, haben mich immer unterstützt, aber mir auch die Freiheit gegeben, die Unterrichtsstunden selbst zu organisieren. Euretwegen habe ich sehr viel dazugelernt und ich habe jetzt das Selbstvertrauen und den Glauben, dass ich es wirklich schaffen kann. Alle anderen Kollegen waren immer sehr nett, hilfreich und freundlich und deswegen habe ich mich als Teil der Schule gefühlt. Am allermeisten will ich Frau Tovar-Luthin und Frau Kunkel danken, weil sie immer da waren, wenn ich ihre Hilfe oder Ratschläge brauchte.

Ich bin sehr froh, dass ich hier gearbeitet habe und dass ich die Möglichkeit hatte, an den COMENIUS-Fahrten nach Griechenland und Portugal teilzunehmen. Dort war ich vorher noch nie gewesen und es war sehr interessant zu sehen, wie die Schulen und das Bildungssystem dort funktionieren. Als Touristin hätte ich diese Chance nie gehabt!

Also... mit den Worten aus “Sound of Music”:

“So long, farewell,  Auf Wiedersehen, adieu...”

...  viel Glück und ich hoffe, in der Zukunft eine Möglichkeit zu haben, hierher zurückzukommen und euch zu besuchen.

Liebe Grüße,

Agnieszka Wadolowska

Reise nach ATHEN

 

21.11.2010 - 25.11.2010

 

Sonntag, 21.11.2010

 

Hinflug: Hannover - Paris - Athen. Nach unserer Ankunft in Athen um 18.45, fuhren wir mit dem Bus nach Piräus, wo wir von unseren Gastfamilien abgeholt wurden. Wir verbrachten den Abend mit Auspacken und Kennenlernen der Familie und des Hauses.
 

 

Montag, 22.11.2010

 

Am Morgen gingen wir gemeinsam mit unseren Gastgebern in die Schule, das 2° Gymnasium Perama. Wir haben uns die Präsentationen der anderen Schulen und Länder angesehen. Schließlich haben wir zusammen griechisch gegessen.
 

 

Dienstag,  23.11.2010

 

Auch am Dienstag verbrachten wir den Vormittag bis 11.00 im Unterricht, bevor wir  mit den griechischen Schülern und den Schülern aus den übrigen Partnerländern Frankreich, Spanien und Portugal gemeinsam mit dem Bus zum Botanischen Garten etwas außerhalb von Perama fuhren. Dort wurden uns die Pflanzen erklärt und wir haben anschließend ein Picknick gemacht. Danach fuhren wir wieder zurück in die Schule und verbrachten die restliche Zeit im Kunstatelier.
 

 

Mittwoch, 24.11.2010

 

Das Programm für den heutigen Tag war: Besichtigung der Akropolis /Athen mit einer Führung in französischer Sprache und dem anschließenden Besuch des Akropolis-Museums. Anschließend gingen wir mit der ganzen Gruppe in die Altstadt/Plaka von Athen und aßen zusammen in einem griechischen Restaurant. Danach hatten wir Freizeit.
 

 

Donnerstag, 25.11.2010

 

Nachdem wir schon am Mittwoch erfahren hatten, dass für Donnerstag ein Streik aller öffentlichen Verkehrsmittel in Athen stattfinden sollte, fuhren wir mit dem Taxi zum Flughafen und traten unseren Rückflug: Athen — Amsterdam — Hannover um 16.35 pünktlich an. Um 21.55 landeten wir planmäßig in Hannover, wo wir von unseren Eltern abgeholt wurden.

 

 

 
Autorin: Alexandra Soyke
 

 

 

Ein Bericht von der Athenfahrt im November 2010

 

Dieses Jahr führte uns das “COMENIUS-Projekt“ nach Athen, der wunderschönen Hauptstadt Griechenlands, wo die Planung für den weitern Ablauf der zwei Projektjahre stattfand. Teilnehmer der Fahrt waren dieses Mal Jan Höpner (8Fa),  Alexandra Soyke (8Fa) und Ilka Knoke (9FL).

 

Begleitet von den Lehrerinnen Frau Kunkel, Frau Schröder-Brautlecht und der COMENIUS- Assistentin  Agnieszka Wadolowska ging es am Sonntag, dem 21. November 2010 um 7.00 Uhr am Hamelner Bahnhof los. Mit einem Zwischenstopp und einigen Problemen wegen eines verlorenen Passes in Paris flogen Frau Schröder-Brautlecht, Frau Wadolowska, Alexandra Soyke und Ilka Knoke weiter nach Athen, wo sie dann von ihren griechischen Gastfamilien empfangen wurden. Nachdem in Paris alle Probleme gelöst waren, konnten spät am Abend dann auch Frau Kunkel und Jan in Griechenland in Empfang genommen werden. Den restlichen Abend verbrachten alle bei den Gastfamilien bzw. im Hotel.

 

Am nächsten Morgen ging das Programm schon früh los. Um 8.00 Uhr startete der Schulbesuch im 2° Gymnasium in Perama, wo alle persönlich von dem Schulleiter begrüßt wurden. Im Laufe des Vormittags stellten sich die Teilnehmer der Länder Spanien, Portugal und Frankreich mittels einer Präsentation ihres Landes vor. Um 14.00 gab es dann das erste griechische Essen, Souvlaki. Danach war den Gastgebern das Programm für den Nachmittag frei überlassen und so wurden beispielsweise die Freunde der Gastfamilien vorgestellt.

 

Der nächste Tag fing sportlich mit einem Volleyballmatch in der Schule an. Nach wenigen Stunden Unterricht besuchten dann alle COMENIUS-Teilnehmer  den botanischen Garten in Athen. Nach der faszinierenden Führung gab es ein traditionell griechisches Picknick auf dem Rastplatz des Gartens. Allen hat dieses Picknick in der Sonne sehr gefallen. Nach der Rückfahrt in die Schule arbeiteten alle Schüler aus den Partnerländern Griechenland, Spanien, Portugal, Frankreich und Deutschland gemeinschaftlich an einem künstlerisch gestalteten „Ländervulkan“. Durch die Zusammenarbeit war ein sehr schönes Ergebnis geschaffen und die Teilnehmer hatten sich untereinander besser kennen gelernt und erste Freundschaften geschlossen. Am Abend trafen sich fast alle der Beteiligten mit ihren griechischen Gastgebern in der Bar „Just 11“. Insgesamt hat der Tag allen sehr gut gefallen.

 

Am letzten Tag ergab sich ein schöner Abschluss mit der Besichtigung der Akropolis und einem darauf folgendem Museumsbesuch. Der Museumsbesuch entpuppte sich als sehr interessant und alle waren beeindruckt von den typisch griechischen Kunstwerken. Nach dem darauf folgenden Mittagessen in einem Restaurant in der Athener Altstadt „Plaka“ hatte jeder der Teilnehmer Zeit, auf dem griechischen Markt in der Nähe der Akropolis Andenken an die kurze, aber schöne Zeit zu kaufen. Am letzten Abend gab es noch einmal eine wirklich gelungene Party, mit griechischen Tänzen und einem großen Buffet, das die Eltern vorbereitet hatten. Die Stimmung war sehr gut und alle tanzten Sirtaki.

 

Am nächsten Tag ging es dann leider schon wieder nach Hause. Nachdem alle ihre Adressen ausgetauscht hatten, ging es am Donnerstagvormittag wegen eines Streiks aller öffentlichen Verkehrsmittel im Taxi zum Flughafen und danach ohne weitere Probleme wieder zurück nach Hannover. Endlich konnten die eigenen Familien ihre Kinder, die viel von der anderen Schule und Kultur zu erzählen hatten, wieder in Empfang nehmen.

 

Insgesamt war es eine wirklich interessante Fahrt, um die Kultur der anderen Länder zu erkunden. Jeder der Teilnehmer hat nun einen Eindruck von dem doch sehr anderen Leben der Griechen bekommen und, ich denke, da spreche ich im Namen aller Teilnehmer: So eine Fahrt würde ich jederzeit wieder machen.

 

Autorin: Ilka Knoke, 30.11.2010

Jugendliche aus vier europäischen Partnerschulen machen sich Gedanken, welchen Einfluss ihre Schulen auf die Umwelt haben.

Den zughörigen Flyer können Sie direkt im Anschluss an diesen Artikel herunterladen:

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Das gibt es nur am AEG: Das Sozialpraktikum „Jung trifft Alt“

Unsere Schule führt in den neunten Klassen ein obligatorisches Sozialpraktikum durch. Dieses Praktikum wird hier näher vorgestellt.

Ursprünge

Viele Menschen sorgen sich um den sogenannten Demographischen Wandel. In einigen Jahrzehnten wird es in Deutschland mehr alte als junge Menschen geben. Die Folgen für die Sozialsysteme sind noch nicht absehbar. Einige Experten befürchten sogar ein Auseinanderbrechen der Gesellschaft.

Die öffentliche Diskussion um diese Dinge begann um die Jahrtausendwende. Das Albert-Einstein-Gymnasium hat damals unter Federführung von Arno Krebbel das Problem aufgegriffen und dieses Sozialpraktikum (auf einer Idee des Otto-Hahn-Gymnasiums Springe fußend) entwickelt. Die Gesamtkonferenz beschloss im Jahre 2003, dieses Praktikum für alle Schülerinnen und Schüler des neunten Jahrgangs verpflichtend zu machen.


Ziele

Die Ziele des Sozialpraktikums leiten sich aus dem Bildungsauftrag unserer Schule und insbesondere aus ihrem Leitbild ab.

Im Leitbild des Albert-Einstein-Gymnasiums lautet ein Leitziel:

Wir vermitteln und fördern die Ausbildung von Sozialkompetenzen.

Als Qualitätsstandard dafür wurde formuliert:

Alle Schülerinnen und Schüler führen im Sekundarbereich I ein Sozialpraktikum durch.

Das Sozialpraktikum hat politisch und pädagogisch begründete Feinziele:

  • Die Schülerinnen und Schüler sollen sich, wenn sie später Verantwortungsträger sind, über die Lebensleistung der älteren Generationen im Klaren sein und sich bewusst machen, dass ihr individuelles Handeln Folgen für konkrete Menschen haben kann, wie sie solche im Praktikum kennengelernt hatten.
  • Die Schülerinnen und Schüler sollen in ihrem späteren Berufsleben Handlungen unterlassen, die als Altersdiskriminierung bezeichnet werden können. Altersdiskriminierungen sind bei Ratenkäufen, Versicherungsabschlüssen und sogar im Gesundheitswesen leider keine Ausnahme.
  • Die Schülerinnen und Schüler bekommen die Gelegenheit, ihre Sozialkompetenz auszubauen. Dazu müssen sie sich auf einen Menschen einlassen, der einen ganz anderen Erfahrungshintergrund als sie selbst hat. Sie müssen austesten, welche Umgangsformen und welche Sprache angemessen sind. Nach dem Praktikum werden die Schülerinnen und Schüler in der Lage sein, mit weniger „Schwellenangst“ auf einen fremden Menschen zuzugehen. Diese Eigenschaft wird auch von Arbeitgebern gern gesehen. Das wird im 10. Schuljahr Bedeutung bekommen, wenn sich die Schülerinnen und Schüler um einen Betriebspraktikumsplatz bewerben werden.

Autor: Carsten Schwier-Herrmann

Das Praktikum gliedert sich analog zum Schuljahr in vier Phasen. Hierbei kann es zu Verschiebungen kommen, je nachdem, wie lang oder kurz das jeweilige Schuljahr ist:

A Informationsphase (in der Regel zwischen Sommer- und Herbstferien)

Der Koordinator des Sozialpraktikums besucht die neunten Klassen in deren Verfügungsstunden und stellt das Praktikum vor. Für Eltern und Senioren stehen Informationsmaterialien bereit.

B Vorbereitungsphase (in der Regel zwischen Herbstferien und Halbjahresende)

Die Schülerinnen und Schüler begeben sich auf die Suche nach einem passenden Projektpartner. Dabei dürfen Eltern, Großeltern oder andere Erwachsene gerne helfen. Andererseits besteht ein besonderes Erfolgserlebnis für einen jungen Menschen darin, „Schwellenangst“ überwunden zu haben. Dem eigenständigen Suchen der Schülerinnen und Schüler nach einem Projektpartner ist deshalb der Vorzug zu geben.

Wer ist als Projektpartner geeignet?

Besonders geeignet sind Menschen, die klar der Großelterngeneration der Schülerinnen und Schüler angehören. Ein Kriterium könnte sein, dass diese Menschen nicht mehr im aktiven Berufsleben stehen (Rentner oder Pensionäre), ein anderes, dass sie selbst schon erwachsene Kinder haben oder tatsächlich Großeltern sind. Die Senioren dürfen den Schülerinnen und Schülern bereits oberflächlich bekannt sein, längere Gespräche sollen aber noch nicht stattgefunden haben. (Ein Kunstgriff könnte darin bestehen, die Oma eines Mitschülers auszuwählen, die man bestenfalls nur vom Sehen kannte.)

Wer ist als Projektpartner nicht geeignet?

Schwer pflegebedürftige Personen sollen nicht als Projektpartner ausgewählt werden. Dadurch wird verhindert, dass sich die Schülerinnen und Schüler einem moralischen Druck ausgesetzt fühlen, dass sie pflegerische Handgriffe vornehmen sollen. Pflegerische Handgriffe können das Schamgefühl verletzen oder gesundheitsschädlich sein. Das dürfen wir unseren Schülerinnen und Schülern nicht zumuten. Die Praktikanten sollen außerdem nicht anderen Menschen, die dafür ausgebildet sind und davon leben müssen, die Arbeit wegnehmen.

Im Einzelfall können Personen dennoch in Frage kommen, auch wenn sie in einer Pflegestufe zugeordnet sind. In einem solchen Fall soll Rücksprache mit der Schule gehalten werden.

Ende Januar folgt ein Vorbereitungsseminar. In diesem Seminar sollen die Schülerinnen und Schüler Ideen für den Umgang mit Menschen ihrer Großelterngeneration entwickeln. Dazu werden folgende Fragen geklärt:

  •     Was könnte mein Projektpartner schon erlebt haben?
  •     Inwieweit kann ich schon unbefangen auf einen fremden Menschen zugehen?
  •     Wie funktioniert „Smalltalk“?
  •     Was hat das Ganze mit mir zu tun? (Demographischer Wandel)

Durch das Seminar können die Schülerinnen und Schüler Gesprächsanlässe entwickeln oder Sensibilität entwickeln, bestimmte Themen nicht oder nur vorsichtig anzusprechen.

Das Vorbereitungsseminar kann im Fachunterricht Religion bzw. Werte und Normen ergänzt werden. Gegenstände des Unterrichts können Umgangsformen oder Rollenspiele, die Gesprächssituationen zwischen Jung und Alt simulieren, sein.

C Besuchsphase

Die Besuche finden zwischen dem Halbjahreswechsel und den Osterferien statt. Üblicherweise trifft man sich im Wochenrhythmus für etwa zwei Zeitstunden. Insgesamt müssen mindestens 12 Zeitstunden nachgewiesen werden, in denen Besuche stattfanden.

Den Abschluss der Besuchsphase bildet das gemeinsame Kaffeetrinken in der Aula.
Das Kaffeetrinken ist in erster Linie als Dankeschön-Veranstaltung für alle Teilnehmer gedacht.

  •     Schulleitung und Praktikumskoordinator bekommen die Gelegenheit, allen Beteiligten persönlich zu danken.
  •     Die Seniorinnen und Senioren dürfen sich neben Kaffee und Kuchen auch an Musikdarbietungen von Schülern erfreuen.
  •     Weiterhin bekommen sie die Gelegenheit, das Albert-Einstein-Gymnasium im Rahmen einer Führung zu besichtigen.

Wenn noch Zeit bleibt, können einzelne Schüler oder Senioren von ihren Erfahrungen im Praktikum berichten.
Daneben verfolgt das Kaffeetrinken auch pädagogische Ziele:

Jede Schülerin und jeder Schüler muss an diesem Nachmittag einen Beitrag leisten. Aus dem Zusammenwirken aller Beiträge ergibt sich eine gelungene Gesamtveranstaltung.

  •     Die Schülerinnen und Schüler erfahren dadurch, dass ihr kleiner Beitrag wertvoll und notwendig für das Ganze ist.
  •     Sie erkennen, welcher logistische Aufwand hinter einer solchen Veranstaltung steht.  

Autor: Carsten Schwier-Herrmann

D Auswertungsphase

Die Auswertung des Praktikums erfolgt durch die Anfertigung eines Praktikumsberichts. Ab dem Durchgang 2012/2013 wird dieser Praktikumsbericht benotet und in die Halbjahresnote des Faches Religion bzw. Werte und Normen einfließen. Entsprechende Fachkonferenzbeschlüsse wurden 2013 gefasst.

Ziele des Praktikumsberichts

  •     Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie ein Bericht geschrieben wird. Dieses Wissen wird benötigt, wenn in Schule oder Beruf Berichte geschrieben werden müssen. Es bereitet auch auf die Facharbeit vor.
  •     Die Schülerinnen und Schüler üben ihre Selbstreflexionskompetenz.

Form und Inhalt des Praktikumsberichts

Der Praktikumsbericht muss formalen Grundsätzen genügen:

  •     Der Bericht muss ein Deckblatt haben, das die Überschrift des Berichts, den Namen der Schülerin oder des Schülers und den Berichtszeitraum beinhalten muss.
  •     Der Bericht ist maschinenschriftlich in 12-Punkt-Schrift mit einem Zeilenabstand von  1,5 abgefasst.
  •     Der Bericht darf ohne Deckblatt nicht weniger als zwei DIN-A4-Seiten umfassen.
  •     Der Bericht muss mit einer schützenden Umhüllung (z.B. Klarsichtmappe) abgegeben werden.
  •     Der Bericht gliedert sich in einen allgemeinen Teil und einen Reflexionteil. Der allgemeine Teil enthält listenartig Angaben über die Schülerin oder den Schüler und den Projektpartner; außerdem eine Aufzählung der Besuche mit Zeitangaben und einer kurzen Zusammenfassung der Aktivitäten. Die Aufzählung dient dazu, nachvollziehen zu können, ob die Pflichtstundenzahl eingehalten wurde.
  •     Der Bericht enthält keine gehäuften Verstöße gegen die Sprachrichtigkeit.

Inhaltlich wird erwartet, dass die Schülerin oder der Schüler sich zu folgenden Aspekten äußert: die eigene Einschätzung über den Alltag und die Einstellungen alter Menschen (vor und nach dem Praktikum), exemplarische Beschreibung von Gesprächsthemen und Aktivitäten, das Projekt als Solches

  •     Wie sind wir darauf gekommen, bestimmte Aktivitäten zu machen?
  •     Worüber haben wir gesprochen? Welche Themen waren „Selbstläufer“, wo wurde es schleppend? Waren die Gespräche überwiegend langweilig?
  •     Welche Ansichten hatte ich vor Beginn des Praktikums über den Alltag und die Einstellungen alter Menschen im Allgemeinen?
  •     Haben sich diese Ansichten verändert? Wenn ja, wodurch?
  •     Musste ich meine Umgangsformen oder meine Sprache an den alten Menschen anpassen? Hat mein Projektpartner durch Mimik, Gesten oder Bemerkungen erkennen lassen, dass ihm meine Umgangsformen oder meine Ausdrucksweise nicht passen?
  •     Habe ich generell neue Erfahrungen gemacht?
  •     Wofür war mein Projektpartner Zeitzeuge? (Aktiver Teilnehmer am Zweiten Weltkrieg: Geburtsjahrgang 1929 oder älter; Mitglied der Hitlerjugend: Geburtsjahrgang 1931 oder älter; Mitglied des Deutschen Jungvolks: Geburtsjahrgang 1935 oder älter,…)
  •     Hat mich etwas besonders beeindruckt, das mein Projektpartner im Laufe seines Lebens leisten musste?

Bewertung

Die Note für den Praktikumsbericht geht zu etwa 25 % in die Note für das zweite Halbjahr ein. Die Halbjahresnote wird also folgendermaßen gebildet:

Note für die mündlichen Leistungen im dritten Quartal: 25%

Note für die mündlichen Leistungen im vierten Quartal: 25%

Note für die Klassenarbeit im zweiten Halbjahr: 25%

Note für den Praktikumsbericht: 25%

Gesamt: 100%

 
Anzumerken ist, dass die Note für das zweite Halbjahr nicht mit der Note identisch sein muss, die im unmittelbar folgenden Ganzjahreszeugnis erscheint, weil die Lehrkraft verpflichtet ist, die Leistungen des ersten Halbjahrs angemessen zu berücksichtigen. („Berichtszeitraum der am Ende eines Schuljahres angegebenen Zeugnisnoten ist das gesamte Schuljahr.“ Runderlass des Kultusministeriums „Zeugnisse in den allgemeinbildenden Schulen“ vom 5. 12. 2011.)

Die Teilnahme am Sozialpraktikum wird durch eine Bemerkung auf dem Ganzjahreszeugnis zum neunten Schuljahrgang bescheinigt.

Wenn die Note für den Praktikumsbericht „ausreichend“ oder besser ist, lautet die Zeugnisbemerkung:

  •     N.N. hat erfolgreich am Sozialpraktikum „Jung trifft Alt“ teilgenommen.

Wenn die Note für den Praktikumsbericht schlechter als „ausreichend“ ist, lautet die Zeugnisbemerkung:

  •     N.N. hat am Sozialpraktikum „Jung trifft Alt“ teilgenommen.

Wenn eine Schülerin oder ein Schüler mit oder ohne eigenes Verschulden nicht in einem Umfang am Sozialpraktikum teilgenommen hat, der eine Bemerkung auf dem Zeugnis rechtfertigen würde, dann entfällt diese Bemerkung ersatzlos. Liegt die Ursache im eigenen Verschulden der Schülerin oder des Schülers, wird der Praktikumsbericht mit der Note „ungenügend“ bewertet und entsprechend bei der Bildung der Halbjahresnote berücksichtigt.

Autor: Carsten Schwier-Herrmann

Autor aller Beiträge des Projekts und Ansprechpartner: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Unser beantragtes ERASMUS+ Projekt: MANAGING SCHOOL’S ENVIRONMENTAL IMPACT ist für den Zeitraum von zwei Jahren (September 2016 – August 2018)  bewilligt worden und wird von der Europäischen Union finanziert!

Gemeinsam mit unseren Partnern aus Dänemark, Estland und Spanien werden wir fünf Umweltthemen bearbeiten, die sich auf Abfallerzeugung und Energieverbrauch an unseren Schulen beziehen: Wasser, Papier, Strom, Plastik und Kompostierung. Die Projektsprache ist Englisch. Darüber hinaus wird jede Schule ein weiteres Thema gemäß örtlicher Prioritäten wählen. Sechs Zwischenergebnisse während der Projektlaufzeit von zwei Jahren werden über die Abfallmenge (Plastik, Papier, kompostierbare Stoffe) und den Energieverbrauch (von Wasser und Strom) Auskunft geben. Nach dem ersten Zwischenergebnis wird jeder Partner erreichbare Ziele für den entsprechenden Bereich aufstellen, die dazu dienen sollen, Schüler zu motivieren, ihr eigenes Verhalten zu ändern und darüber hinaus neue Lösungen zu finden um schädliche Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. 


Das Projekt soll die Schülerinnen und Schüler im ersten Schritt in die Lage versetzen, den Anteil unserer Schule am Energieverbrauch wahrzunehmen und zu evaluieren. Wir werden außerdem auf regionale und nationale Unterschiede der einzelnen Partnerländer eingehen. Dieser Vergleich innerhalb des Projektes wird es uns ermöglichen, aus den unterschiedlichen Herangehensweisen zu lernen und nachhaltige Praktiken innerhalb von Europa zu erfahren.  Die geplanten Reisen zu unseren Partnerschulen (Mobilitäten) werden sowohl Lehrern als auch Schülern die Möglichkeit bieten, die unterschiedlichen Lebensräume unserer Partner in Europa kennenzulernen.


Unser langfristiges Ziel ist es, Schüler durch dieses Projekt zu umweltfreundlicherem Handeln zu bewegen, sie zu motivieren, ihr neues Wissen in ihrer Familie und in den Gemeinden einzubringen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie innerhalb der Schule zu praktizieren. Wir beabsichtigen darüber hinaus, dass die Teilnehmer durch die Projektarbeit ihre Sprachkenntnisse verbessern, Respekt und Verständnis für andere Nationen lernen und durch ihre aktive Handlungsweise und ihr Sachwissen in die Lage versetzt werden, als mündige und verantwortungsvolle Bürger zu agieren.


Wir wollen unsere Ziele durch unterschiedliche Vorgehensweisen erreichen, die die Erfüllung der Kerncurricula in praktischer, innovativer und kreativer Weise ergänzen. Durch das Projekt  werden die Schüler die Bedeutung ihrer Handlungen auf lokaler Ebene erkennen, um in der Folge ein globales Problem angehen zu können. Wir zielen darauf ab, Handlungsweisen nachhaltig zu verändern, die Schulen als ein Beispiel für positive Handlungsweisen auf dem Gebiet des Umweltschutzes in ihrem jeweiligen Bereich agieren zu lassen und den Schülern eine verantwortungsvolle Rolle als Botschafter für nachhaltige Handlungen in ihrem Umfeld zu vermitteln.

Liane Kunkel

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