Der 62. Europäische Wettbewerb 2015 hatte fast prophetische Qualitäten: „Europa hilft – hilft Europa?“ war das Thema dieses Wettbewerbs, dessen Sieger kurz vor den Sommerferien im niedersächsischen Landtag ihre Preise verliehen bekommen hatten. Die überparteiliche Europa-Union hat es sich jedes Jahr im Herbst zur Aufgabe gemacht, die Arbeiten der engagierten Schülerinnen und Schüler, die auf Kreis-, Landes- oder sogar Bundesebene ausgezeichnet worden sind, auch vor Ort einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Das Besondere in diesem Jahr: Die Anerkennungspreise der Europa-Union wurden in eine Vortragsveranstaltung mit Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Möller (auf dem Foto links mit allen Hamelner Preisträgern) zum Thema „Soziales Europa“ integriert.

01Anerkennend sagte die SPD-Politikerin: „Es ist wichtig, dass Europa in den Schulen gelebt wird. Daher freut es mich sehr, dass Schüler und Lehrkräfte sich so engagieren“. Der letztjährige Wettbewerb hatte ein Thema, das an Brisanz, Schärfe und Dramatik die im Sommer 2014 ausgeschriebenen Aufgaben eingeholt hat: Europa als Hort von Frieden, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und wirtschaftlichem Wohlstand – und im Spannungsfeld einer außer Kontrolle geratenen Flüchtlingsbewegung. „Im weltweiten Vergleich geht es den Europäern gut, auch wenn sie nicht selten den Blick dafür verloren haben“, hieß es in der Ausschreibung zum Wettbewerb. „Das verzweifelte Bemühen tausender Flüchtlinge, den Kontinent zu erreichen, macht gleichwohl deutlich, wie privilegiert wir in Europa leben.“

Die Arbeiten der Preisträger beeindruckten die rund sechzig Zuhörer und die Staatssekretärin, die die Sieger noch einmal persönlich ehrte. Als einzige Bundessiegerin aus Hameln im letzten Jahr präsentierte Luca-Maria Nitsche (zum Zeitpunkt des Wettbewerbs in Klasse 10, Bild links) vom Albert-Einstein-Gymnasium ein Buch mit Texten, Bildern und Markenlabels, das sie zum Thema „Hauptsache, meine Jeans ist cool und billig!“ erstellt hatte. Gemeinsam mit ihrem Klassenkameraden Bastian Meister (Landespreis für seine schriftliche Arbeit zu „Entwicklungsland Europa“, Bild unten links) wurde sie während des Europäischen Wettbewerbs von Politiklehrer Dr. Matthias Loeding betreut. Die anderen AEG-Preisträger Niklas Buss und Anselm Rode waren im Rahmen der Europa-AG von Geschichtslehrer Cord Wilhelm Kiel betreut worden.

Zum Seitenanfang